Aktuell > Geistliches Wort

10.10.2021: Kaum Startkapital nötig

Nein, es braucht tatsächlich nicht viel Startkapital für eine „Segenstanke“:

1 Klapptisch

1 Glas mit einer Kerze

1 Schirm in Regenbogenfarben

1 Beutel voller Segenssprüche

1 Beutel mit kleinen „Giveaways“

Wenn man dann noch einen guten, d.h. belebten Ort für die „Segenstanke“ findet, steht beeindruckenden Begegnungen und berührenden Emotionen nichts mehr im Weg. Diese Erfahrung haben wir vom Seelsorgeteam aufs Neue gemacht: Stephanie Rüsweg, Maria Hölscheidt und ich am Freitagabend am Kanal (im schönsten Abendlicht), Michael Wichmann und Pater Jaison Ambadan am Samstagmittag vor der KiTa St. Amandus …

Erstaunlicherweise fischen sich die Menschen von den unterschiedlichen Segenssprüchen häufig genau den aus dem Beutel heraus, der für sie passt. So ging es auch mir, als ich ebenfalls „Segen getankt habe“ …

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

02.10.2021: Die richtige Botschaft

Wenn ich zum ersten Freitag eines jeden Monats die Kommunion zu Gemeindemitgliedern bringe, wähle ich dafür in der Regel die Texte des kommenden Sonntags. Gestern zögerte ich – und einer Eingebung folgend wählte ich kurzentschlossen die Texte vom heutigen Samstag, vom Gedenktag der Heiligen Schutzengel: „So spricht Gott, der Herr: Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht ...“ (Ex 23,20). Bei meinen Besuchen merkte ich dann, dass ich mit genau der richtigen Botschaft unterwegs war.

Ob mir da auch ein Engel den passenden Schubs gegeben hat?

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

25.09.2021: Die blaue Rose

In der vergangenen Woche befand ich mich mit einer Gruppe zu Entspannungs- und Besinnungstagen auf der Insel Baltrum. In den geistlichen Impulsen ging es um die Farbe Blau – wie z.B. um den Versuch, eine tiefblaue Rose zu züchten.

Einige Blauschattierungen gibt es bereits, doch bislang widersetzt sich die Rose allen Zuchtversuchen, sie „noch blauer“ ausfallen zu lassen. Aber da Menschen hartnäckig sind, wenn sie sich auf der richtigen Spur wähnen, dürfte die Zucht einer tiefblauen Rose nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Finden Menschen in der Kirche eine Vision, die der von einer tiefblauen Rose gleicht? Sehen sie eine verheißungsvolle Entwicklung, die sie mit Hartnäckigkeit dran- (und drin-) bleiben lässt?

Immer mehr Menschen verneinen diese Fragen – und gehen.

Unsere blaue Rose ist das Evangelium, ist Jesus Christus selbst – und in seiner Nachfolge darf … muss auch die Kirche „noch blauer“, sehr viel „Himmel-blauer“ werden.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

18.09.2021: Eigentlich ja, aber ...

„Eigentlich / Prinzipiell ja, aber …“

Dieses einschränkende Wörtchen „aber“ hören wir derzeit häufig, wenn wir Menschen nach ihrer Bereitschaft fragen, für den Kirchenvorstand oder den Pfarreirat zu kandidieren. Das „aber“ ist begründet durch berufliche Veränderungen, private Herausforderungen, Auswirkungen der Corona-Zeit auf das Familienleben …

„Eigentlich / Prinzipiell ja“ vermittelt ein ernstgemeintes Interesse.

„Aber“ zeigt die Grenzen dessen auf, was Menschen „obendrein“ noch leisten können.

Gut, wenn Menschen auf sich achten können - auch wenn das bedeutet, dass wir mit Blick auf die Wahlen auf der Suche bleiben.

Von einem Fußballer las ich heute, dass er auf der Bank saß und geschont wurde, weil die Werte seiner Bio-Marker sehr hoch waren, vor großer Belastung und drohender Überlastung warnten und sein Trainer das im Blick hatte. Vielleicht bräuchte es so eine Art Bio-Marker (und wachsame "Trainer") auch für stark engagierte Ehren- und Hauptamtliche, die sich das zu selten trauen: "Nein" sagen ...

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

12.09.2021: Nach dem 11. September 2001

Es ist eine Stärke des Menschen, dass er nach Rückschlägen wieder aufsteht, sich schüttelt und weitermacht.

Wie bisher …

Wenn wir uns dieser Tage an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern, frage ich mich, ob wir nach diesen schrecklichen Ereignissen nicht zu sehr „Wie bisher“ weitergemacht haben, statt – als Welt-Familie – konsequenter die Ursachen von Ungerechtigkeit, Unfrieden, Hunger und Gewalt anzugehen.

Und ich frage mich: Wie müsste mein Beitrag aussehen, damit die Worte zu Beginn einen leicht anderen Akzent bekommen?

Es ist eine Stärke des Menschen, dass er nach Rückschlägen wieder aufsteht, sich schüttelt und weitermacht …

... aber anders.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

04.09.2021: Neue Sichtweisen

Seit fast 2 Jahren lebe ich hier, aber … Datteln überrascht mich immer wieder! Bei Hausbesuchen z.B. gewinne ich neben den gewohnten plötzlich neue Sichtweisen: Da reicht es, bei der Hauskommunion mal nicht im Wohnzimmer, sondern in der Küche zu sitzen – und aus dem Fenster tut sich ein Blick auf, der mich staunen (und beinahe Urlaubsstimmung aufkommen) lässt. Diese neuen Sichtweisen werden mir noch lange vergönnt bleiben: Es gibt so viele Ecken, die ich zum ersten Mal besuche oder die ich noch gar nicht kenne.

Auch bleibt in allem Gewohnten stets auch das Ungewohnte verborgen.

Nicht zuletzt: Was für das Erscheinungsbild des Ortes gilt, gilt natürlich auch für die bunte Vielfalt der Menschen und ihrer Lebenssituationen.

Ich lasse mich gerne weiter überraschen …

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

29.08.2021: Pflanze in unser Herz ...

Pflanze in unser Herz
die Liebe zu deinem Namen ein.
(aus dem Tagesgebet vom 22. Sonntag)

Herr, du weißt:
Was gepflanzt ist, braucht Zeit, um zu wachsen.

Ich brauche Zeit, damit die Liebe zu dir
in mir wachsen kann.

Ich brauche Zeit, dass sich mir verwurzeln kann,
was gut und heilig ist.

Ich brauche Zeit, dass Herz und Verstand,
Hand, Fuß und Mund erreichen kann,
was du in mir wachsen lässt.

Ich weiß: Du schenkst mir diese Zeit,
damit ich am Ende reiche Frucht bringen kann.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

22.08.2021: Gehen? Bleiben?

Immer wieder erlebe ich Menschen, die sich damit auseinandersetzen, wie sie die Kirche erleben und dass sie nicht das ist, was sie eigentlich sein sollte. Auch jene, die das vor einigen Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte, merken, dass sie immer weniger und am Ende vielleicht gar nichts mehr in der Kirche hält. Die Bindung verblasst, bis hin zum endgültigen Abschied.

Ihre Frustration, ihr Ärger, ihre Enttäuschung sind für mich häufig nachvollziehbar. Und ich sehe, dass Gott eine Konstante in ihrem Leben bleibt.

Für mich bleibt Kirche mein Zuhause. Auch wenn dieses Zuhause nie fertiggestellt sein wird und ich weiß, dass ich es nie ganz nach meinen Vorstellungen gestalten kann … Aber dieses Zuhause Kirche ist mein Heimatboden, auf dem ich am besten wirken kann … auch in der Hoffnung (die nicht zu vermessen klingen soll), dass ich mit meinen Möglichkeiten ein klein wenig dazu beitragen kann, dass die Kirche etwas mehr zu dem wird, was sie sein sollte …

Für mich ist und bleibt sie der Rahmen, der - trotz alledem - das rahmensprengende Evangelium in der Welt bewahrt.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

14.08.2021: ER ... bei uns?

Nun haben wir uns bei der heutigen Gemeindewallfahrt zum Annaberg (und im Vorfeld bei der Vorbereitung) manche Gedanken über das Wirken des Heiligen Geistes gemacht: kraftvoll, leb-haft, verspielt, belebend … Wir dürfen und sollen mit dem Wirken des Heiligen Geistes rechnen, manchmal ganz unverhofft und in unerwartete Richtungen weisend.

Als ich vor einigen Tagen das beigefügte Foto geschossen habe, musste ich dennoch schmunzeln: Pfingstliche Feuerzungen über St. Amandus?

Aber warum auch nicht? Wieso sollte er ausgerechnet um uns einen Bogen machen?

Atme in uns, Heiliger Geist … und erfülle uns mit deiner Kraft.

Heinrich Plaßmann, Pfarrer

Kontakt

Pfarrbüro St. Amandus
Kirchstraße 25, 45711 Datteln
Tel.:   02363/5652-0
Fax:    02363/5652-21
E-Mail: stamandusdatteln(at)bistum-muenster.de

Öffnungszeiten des Pfarrbüros:

Montag 9:00-12:00 15:00-17:00
Dienstag 9:00-12:00 15:00-17:00
Mittwoch 9:00-12:00  
Donnerstag 9:00-12:00 15:00-17:00
Freitag 9:00-12:00  

Im Notfall

Sollten Sie in einem dringenden Fall (Krankensalbung, Sterbefall) einen Seelsorger benötigen, können Sie sich an die Pforte des Krankenhauses (Tel.: 02363/108-0) wenden, die Sie an einen Priester weitervermitteln kann.

Wahlen zun den Gremien am 6./7. November 2021

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