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Nach der Profanierung: So geht es mit der St.-Josef-Kirche weiter

Pfarrer Heinrich Plaßmann erklärt, was mit den Gegenständen aus derentwidmeten Dattelner Josefkirche nun passiert und was aus der Marienkapelle wird. Die Josefkirche in Datteln-Hagem ist seit Sonntag (7.9.) profaniert und soll einem Mehr-Generationen-Campus weichen. Doch das heißt nicht, dass sie sofort abgerissen wird. Pfarrer Heinrich Plaßmann erklärte wenige Tage vor dem letzten Gottesdienst, wie es an der Castroper Straße 92 weitergeht.

„Ganz schnell“ gehe das Auf- und Ausräumen los. „Irgendwann sind dann die Bänke weg und die Sakristei leert sich, die Gewänder verschwinden aus den Schränken“, sagte Plaßmann. „Einige Sachen können wir in den anderen Kirchen gut gebrauchen. Kelche, Schalen, das eine oder andere Gewand wird zwischen Amandus und Ahsen auftauchen.“ Und es gebe ja auch noch die Emmauskapelle im St. Vincenz-Krankenhaus.

Außerdem plane die Gemeinde noch einen Basar, auf dem Gegenstände aus der Kirche angeboten werden. „Ein großer Teil der Kirchenbänke geht zu einem Schreiner, der das Holz verarbeiten wird.“ Es könne sein, „dass aus dem einen oder anderen Holzstück auch noch mal ein Kreuz gemacht wird. Auch das Kreuz, das oben auf der Kirche steht, soll in der Nähe einen Platz finden.“

Die beiden Holzfiguren von Maria und Josef, die in der Nähe der Eingänge des Gebäudes stehen, gehen an zwei Kindergärten. „Also die Josef-Statue wird zur Kita St. Josef gehen und die Maria wird zu Kita St. Marien im Dümmer gehen, weil die auch diese Namenspatronin Maria haben.“ Bei der Profanierung wurde das Altarkreuz beim Auszug mitgenommen, ebenso das Allerheiligste, die Reliquie und eine Plane, auf der Gemeindemitglieder ihre Erinnerungen festgehalten hatten. „Die werden wir dann am nächsten Sonntag um 11 Uhr in der Amanduskirche feierlich in Empfang nehmen“, kündigte Pfarrer Plaßmann an.

Die Marienkapelle bleibt erst einmal geöffnet

Die Marienkapelle im südlichen Teil des Querschiffs bleibe „noch eine ganze Weile“ offen. „Das ist ja einfach eine Anlaufstation, wo Menschen Kerzen entzünden können. Es ist ja egal, ob die Kirche nun profaniert ist oder nicht, wie bei jedem Wegekreuz auch“, erklärte Plaßmann.

Mit dem Investor, der das Gelände, zu dem auch das Pfarrheim gehört, kaufen möchte, gehe es gerade um die Vertragsgestaltung. Dabei handelt es sich um die soleo* consult GmbH in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Ostvest als Träger. Im Pfarrheim befindet sich momentan noch die Familienbildungsstätte, weil deren Gebäude an der Kirchstraße noch bis ins Jahr 2026 hinein saniert wird. Solange dies der Fall ist, würden sicherlich keine Bagger anrollen, sagte Heinrich Plaßmann.

„Die Frage ist auch noch: Was wird vielleicht übernommen in ein neues Gebäude? Das Taufbecken oder Teile der Fenster? Kann man einige der Fenster beim Abriss retten?“ Eine der Glocken aus dem Kirchturm solle zur St.-Amandus-Kirche überführt werden. Und wegen der Orgel liefen schon Gespräche mit Interessenten.

Lara Teschers Dattelner Morgenpost vom 11.09.2025

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