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Meine engen Grenzen – Gemeindewallfahrt zum Annaberg, Haltern

Wer hätte ahnen können, dass wir uns am bislang heißesten Tag des Jahres auf die Wallfahrt zum Annaberg machen würden? Es waren der Hitze zum Trotz ca. 25 Gemeindemitglieder, die sich mit dem Fahrrad, 3, die sich zu Fuß, und weitere, die sich mit Bus oder PKW auf den Weg begaben.

„Meine engen Grenzen“: Dieses Lied begleitete die Pilgergruppen auf dem Weg und an den Stationen, die in Erinnerung riefen, dass durch die Corona-Pandemie manche Ungerechtigkeit in den Blick gerückt ist, wie z.B. die Arbeits- und Fertigungsverhältnisse in der Fleischindustrie.

Was kann der Einzelne gegen Ungerechtigkeiten tun, in die er teils mitverstrickt ist? Was können wir gemeinsam zur Bewahrung der Schöpfung beitragen? Und was ist die Aufgabe einer Kirche (oder unserer Pfarrgemeinde), die zwischen lähmender Angst und verantwortungsvoller Sorge in dieser Zeit nach ihrem Weg sucht?

Der Pilgerweg mündete ein in die Messfeier um 14 Uhr auf dem Annaberg, die musikalisch von der Gruppe InTakt gestaltet wurde. Dort wurden Anregungen gesammelt, wie konkretes Handeln in unserer Pfarrgemeinde aussehen kann: die Stärkung von Gemeinschaft, Rücksichtnahme, Vertrauen stärken, Ressourcen schonen, Heizkonzepte für die Pfarrheime, praktizierter Klimaschutz, Unterstützung des fairen Handels, Stichwort „Faire Gemeinde“ … Diese Stichworte wurden vor einer unserer Amanduskerzen (3 stehen bereits in unseren Kirchen, die 4. wurde auf dem Annaberg entzündet) niederlegt und gesammelt: Jede Zeit hat ihre eigenen Nöte, die die Achtsamkeit der Menschen einfordern …

Zuletzt waren alle eingeladen, in einem „Brief an sich selbst“ festzuhalten, was ihnen „heute“ so wichtig war, dass sie sich auch in einigen Wochen noch daran erinnern möchten. Viele können sich somit auf einen persönlichen Briefimpuls freuen, den das Pfarrbüro ca. Anfang September verschicken wird.

Durch die vielfachen Anregungen kann von dieser Wallfahrt ein wichtiger Impuls für das Leben unserer Gemeinde ausgehen: Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt, bringe ich vor dich. Wandle sie in Stärke (und Tun), Herr, erbarme dich.

 

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