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Kirche im Wandel

von stefan huxel
datteln. Mit inhaltlichen Schwerpunkten an den vier Standorten stellt sich die Amandus-Gemeinde auf die Zukunft ein. Im neuen – noch zu bauenden – Pfarrheim und an der Amandus-Kirche wird der Schwerpunkt auf „Familie und Kinder“ gelegt.
Wo heute ein Schotterparkplatz ist, rollen im Frühjahr die Bagger an. Hier entsteht das Amandus-Pfarrheim mit einer Küche, einem Saal für 200 bis 300 Menschen, der dreimal unterteilt werden kann, aber auch mit fünf Gruppenräumen, die zwischen zehn und 50 Leuten Platz bieten.
Die östlich verlaufende Stichstraße entlang der Kirche wird verschwinden, dort wird der Haupteingang des Gemeindezentrums auf die Kirche ausgerichtet sein. Davor erstreckt sich ein begrünter Platz.
Die rund 40 Parkplätze fallen weg, dafür werden 25 neue im Pfarrgarten angelegt. Mit großen Fenstern und hohen Räumen löst das neue Pfarrheim, dessen Planung lange vor der großen Gemeindefusion begann, mit seiner Fertigstellung vermutlich im Frühjahr 2014 das Amandushaus ab. Das soll dann verkauft werden. Die dort ansässigen Gruppen ziehen um.
Rund 1,7 Millionen kostet der Neubau. Die Hälfte davon trägt das Bistum Münster, 10 000 Euro muss die Gemeinde als „symbolische Geste“ beisteuern und der Rest liegt noch vom Verkauf des Hötting-Zentrums auf der Kante.
Im Stadtkern legt die Großgemeinde dann den Schwerpunkt auf Kinder und Familien. Schon jetzt werden sonntags um 11 Uhr familienfreundliche Gottesdienste angeboten und die Eröffnungsfeier der dann frisch renovierten Kirche am 28. Oktober soll mit einem Familienfest gefeiert werden. „Zukünftig werden sich auch alle Firmen- und Kommuniongruppen der Gemeinde in den Gruppenräumen des Pfarrheims treffen“, sagt Pfarrer Martin Limberg. Wegen der längeren Schulzeiten der Kinder, glaubt Limberg, werden Katechesen zukünftig stets am Wochenende stattfinden.
Die große Herausforderung sei es, den Schwerpunkt „Familie und Kind“ mit Inhalt zu füllen. Von Konzepten hält der Pfarrer nichts. Durch die lange Vorlaufzeit der Planung seien diese veraltet, wenn es losgehe. Daher setzt er auf das persönliche Gespräch. „Wenn es soweit ist, werde ich in die Kindergärten gehen, das Gespräch mit Eltern und Erziehern suchen und dann gucken, was die Menschen von ihrer Kirche erwarten“, sagt Martin Limberg.

Bildzeile:

Auf dem Schotterparkplatz neben der Amandus-Kirche wird ab Frühjahr – eigentlich sollten die Erschließungsarbeiten im Oktober beginnen– das neue Pfarrheim gebaut. —Foto: huxel

Text und Foto: Dattelner Morgenpost vom 1.9.20212

Jugendzentrum in St. Josef
Den Schwerpunkt „Jugend“ werden die Katholiken in rund anderthalb bis zwei Jahren an der Josef-Kirche ausbauen. „Ob das Pfarrheim dann abgerissen, neugebaut oder nur verkleinert wird, kann ich noch nicht sagen. Soweit sind wir mit der Planung nicht“, sagt Martin Limberg. Fest steht, dass hier ein Jugendzentrum entstehen soll und in der Kirche neben der herkömmlichen auch „alternative Gottesdienste“ angeboten werden. Schon heute finden hier Filmnächte und einmal im Monat freitags Taizé-Gebete statt. „Das sind Gebete, die von eingängigen Liedern bei Kerzenschein geprägt sind“, sagt Limberg. Auch eine Vernetzung mit den Schulen, der Kleinen Oase oder der Kinderklinik könnte sich der Pfarrer vorstellen.

St. Antonius und St. Marien
Während in St. Antonius die Kirche zum Kolumbarium umgebaut wird und die Caritas im Pfarrzentrum ein Demenz-Zentrum einrichten wird, den ansässigen Gruppen „projektbezogen“ aber auch Raum zur Verfügung stellt, spricht Pfarrer Limberg bei St. Marien vom „Filetstück auf dem Land“. Sowohl für Kirche, Pfarrhaus als auch Pfarrheim gibt er eine Bestandsgarantie. Erstens, weil es sieben Kilometer bis zur Amanduskirche sind und die Menschen einen „christlichen Versammlungsort“ benötigen. Zweitens: „Alleine von ihrem Ursprung her, denn der soll bis in die Zeit Karl des Großen zurückreichen“, sagt Limberg. Ahsen sieht er als Ruheort, an dem Fortbildungen, Exerzitien stattfinden könnten oder naturnahe Feste.

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