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Einblicke in unsere Gemeindestatistik 2018

Alle Jahre wieder stellen die beiden großen Kirchen im Sommer ihre statistischen Daten für das vergangene Jahr vor. Und die Medien greifen das Thema häufig auch dankbar auf. So ist es auch in diesem Jahr gewesen und vielleicht fragen Sie sich, wie es denn bei uns in der Pfarrei St. Amandus aussieht.

Die Bestattungen (118) und Austritte (65) überstiegen auch bei uns im Jahr 2018 die Zahl der Taufen (71) ganz erheblich. Eintritte oder Wiederaufnahmen hat es in 2018 bei uns keine gegeben. Die Zahl der Austritte ist auch bei uns höher als im Vorjahr, aber nicht bedeutend höher als in den Jahren zuvor; sie schwankt von Jahr zu Jahr generell recht stark. Ende des Jahres 2018 hatten wir noch 11.563 Gemeindemitglieder. Das sind rund 1.000 weniger als im Jahr 2012. Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, werden wird spätestens im Jahr 2030 im vierstelligen Bereich liegen.

Erfreulich ist die Zahl von 16 Trauungen im Jahr 2018, nachdem es im Vorjahr lediglich sieben waren. Das sollte aber nicht über den generellen Trend hinwegtäuschen: Vor rund 30 Jahren gab es noch jährlich zwischen 50 und 100 Trauungen in den katholischen Kirchen auf dem Gebiet unserer heutigen Pfarrei. Die Zahl der Firmungen war mit 111 extrem hoch. Das lag aber allein daran, dass im Jahr 2018 zwei Jahrgänge zur Firmung gegangen sind, nämlich eine Gruppe im Januar 2018 und eine weitere im Dezember 2018. Die Zahl der Erstkommunionen lag mit 87 in etwa auf dem Niveau der beiden Vorjahre.
Sorgen sollte uns die Entwicklung bei der Zahl der Gottesdienstbesucher. Die Entwicklung ist bei uns noch einmal deutlich schlechter, als im Bistum Münster oder in Deutschland. Im Durchschnitt der beiden Zählungen besuchten im Jahr 2018 488 Personen (4,2 %) die Messen an einem Wochenende. Im Jahr 2012 – das ist noch garnicht so lange her – waren es noch doppelt so viele. Und die Tendenz für das laufende Jahr sieht noch schlechter aus, da bei der ersten Zählung in diesem Jahr lediglich 295 Gottesdienstbesucher an einem Wochenende gezählt wurden.

Seit vielen Jahren stelle ich für den Weihnachtspfarrbrief die Jahresstatistik unserer Pfarrei zusammen, in den letzten Jahren auch noch viel umfangreicheres Datenmaterial für die Erarbeitung unseren lokalen Pastoralplans. Dabei ist mir klar: Zahlen sind nicht alles. Und vieles von dem, was in unserer Gemeinde geschieht, lässt sich in Zahlen und Statistiken nicht fassen. Aber nüchterne Zahlen und Fakten können uns eine Hilfe dabei sein, diffuse und verworrene Eindrücke und Gefühle aus dem Gemeindeleben zu objektivieren. Sie erleichtern es, eine neutrale Sichtweise einzunehmen. Das wird uns in den nächsten Jahren, wenn es bei der Weiterentwicklung unseres Pastoralplans um Prioritäten und Nachrangigkeiten geht, noch vor manch schwierige Entscheidung stellen.

Sebastian Speckbrock

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