Aktuell > Aktuelles > Aktuelles - Nachricht lesen

Nachricht anzeigen

Ein neues Haus für 13000 Christen

Samstagabend, 18.41 Uhr, Amanduskirche: Weihbischof Dieter Geerlings klappte das letzte der drei Taufbücher von St. Amandus, St. Marien und St. Josef zu. Ein symbolischer und ein historischer Akt zugleich, der die Auflösung der drei Dattelner Gemeinden bedeutete. Ein Ende, und zugleich ein Neuanfang, den hunderte Christen in der Amanduskirche gespannt verfolgten.
Neuanfang, weil wenige Minuten später Dieter Geerlings an Pfarrer Martin Limberg das Taufbuch für die neue Gemeinde St. Amandus überreichte. Ein noch leeres Buch, das nun im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben, mit den Namen der getauften Christen der neuen Großgemeinde gefüllt werden soll.Die Besucher erlebten einen bemerkenswerten Festgottesdienst – und einen ersten Eindruck, was es heißt, Mitglied in einer Gemeinde mit 13000 Christen zu sein. Es war ein imposantes Bild, das sich in der vollbesetzen Kirche schon beim Einzug bot: Schützen, Knappen, Kolping, KAB, die C(h)ornichons, rund 40 Messdiener und alle Seelsorger der Gemeinde machten deutlich, wie vielfältig und lebendig die Gemeinde ist. Weihbischof Geerlings nahm am Samstagabend beim Gottesdienst auch die kirchlichen Amtshandlungen vor, mit denen die Fusion der drei Gemeinden besiegelt wurde und damit offiziell gilt. Neben dem Taufbuch übergab Geerlings das neue Amtssiegel von St. Amandus. Und er überreichte die Ernennungsurkunden für das Seelsorger-Team. Das sind: Pfarrer Martin Limberg, Pater Ivo Zivkovic, Pfarrer Ulrich Laws, Pfarrer em. Hugo Bresser, Pfarrer em. Hans Overkämping, Pfarrer em. Bernhard Fögeling, Pastoralreferent Andreas Masiak und Diakon Andreas Garthaus. Im Januar kommt noch Kaplan Pater Johny als Nachfolger für Pater Paulose hinzu.Dieter Geerlings dankte in seiner Predigt allen, die an der Fusion mitgearbeitet haben. Er lobte auch die Kirchengremien, die sich dem Fusionsprozess nüchtern gestellt hätte. Das sei ein Hinweis an andere Gemeinden, die sich damit schwer tun. Gerlings ging aber auch auf diejenigen ein, die der neuen Großgemeinde noch kritisch bis ablehnend gegenüber ständen. Er sei sich bewusst, dass dies ein tiefer Einschnitt sei. Zumal der Einschnitt zu einer Zeit erfolge, in er auch die kirchliche Großwetterlage nicht einfach sei. Jenen, die mit gemischten Gefühlen dem Prozess gegenüberstehen, sagt er: „Jesus bleibt derselbe.“ Wo Neues entstehe, braucht man Gelassenheit und Geduld. Er rief alle auf, das Alte in das Neue hineinzubringen, die Fusion als Chance zu sehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Bilder vom Fusionsgottesdienst und Laternenumzug finden Sie hier

Dattelner Morgenpost

Zurück

Social

Bei Facebook teilen