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Die „Friedhöfe unter Dach“ sind sehr lebendig

Thomas Morus Kolumbarium Hamburg

Trauernde trösten und Tote begraben als Merkmale der katholischen Kolumbarien

Dies ist das Fazit von Thomas Klie, Professor für praktischen Theologie der evangelischen Theologischen Fakultät Rostock, der die ca. drei Dutzend Urnenfriedhöfe, die sich in Deutschland in Kirchengebäude befinden, zu einem seiner Forschungsschwerpunkte gemacht hat. 21 Kolumbarien in kirchlicher Trägerschaft beteiligten sich Ende Februar an der vierten bundesweiten Konferenz in Hamburg. Das Bistum Münster war mit allen fünf Kolumbarien (Marl, Rheine, Kamp-Lintfort und Datteln), die bereits im Betrieb oder in der Planung sind, vertreten. Angereist waren evangelische, katholische und altkatholische Seelsorgerinnen und Seelsorger, Geschäftsführungen und Trägervertretungen und Kirchenvorstandmitglieder.

Auf dem Programm standen neben Besuchen des Kolumbariums im St. Marien-Dom, im Katholischen Trauerzentrum und im Kolumbarium St. Thomas Morus in Hamburg-Stellungen Diskussionsrunden zu Themen wie „Grabeskirchen als pastorale Orte gestalten“, „Wie bessere Akzeptanz bei der Kirchenleitungen finden“, Öffentlichkeitsarbeit, Trauer- und Erinnerungsrituale und auch Fragen möglicher Umsatzsteuerpflicht oder der Umgang mit problematischem Blumenschmuck lebhaftes Interesse. In der Begegnung mit dem Journalisten Ensikat, der im Tagesspiegel Berlin die Seite „NACHRUF“ schreibt, eröffnete sich eine literarische Form von biographischer Würdigung und Trauerbewältigung. „Sie sind in der zweiten Generation, denn Grabeskirchen gibt es schon ca. 15 Jahre, sie können von den Erfahrungen profitieren und besser nachhaltige und vielleicht auch ökumenische Perspektiven entwickeln.“ ermutigte Professor Klie, der seinerseits jedes Jahr die [funerale] in Rostock organisiert.

Das Treffen der Kirchlichen Kolumbariums-Trägerinnen soll in zwei Jahren fortgesetzt werden. 2021 sind dann die drei Grabeskirchen in Mönchengladbach in der Gastgeberrolle.

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