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Amandus-Gemeinde baut kräftig aus


Mehr als nur ein Anstrich
Renovierung der Amanduskirche startet am 25. Juni / Bausubstanz erhalten
Datteln. (iwo) Risse im Natursteinboden, feuchte Wände, undichte Fenster, dazu ein 30 Jahre alter Anstrich: Keine Frage, in der Amanduskirche gibt’s viel zu tun. Nicht nur Verschönerungsarbeiten. „Es geht auch um den Erhalt der Bausubstanz“, sagt Ludwig Köster, Kirchenvorstand und zuständig für die Bauprojekte der Großgemeinde St. Amandus..
Einige Arbeiten, zum Beispiel an der Bleiverglasung der Kirchenfenster, sind schon im Gange. Richtig los geht’s aber am 25. Juni. Die Gottesdienste werden dann in die Antoniuskirche verlegt, und die Handwerker übernehmen das Kommando in St. Amandus.
700 000 Euro kostet die Renovierung, 70 000 Euro davon muss die Gemeinde durch Kollekte und Spenden aufbringen. Eine stolze Summe, aber nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, was alles gemacht werden muss.
Allein für die Arbeiten an den Fenstern schlagen 90 000 Euro zu Buche. Die Elektroanlage wird erneuert, ebenso der Altarraum. Ein behindertengerechter Eingang wird gebaut. Außerdem gibt’s einen neuen Anstrich im gesamten Kirchen-Innenraum. Alles in weiß – auch die jetzt noch türkisfarbene Decke.
Renovieren ist eine Sache, restaurieren eine andere. So werden das Amanduskreuz aus dem 12. Jahrhundert, die zwölf Apostel aus dem 15. Jahrhundert und das Tabernakel überarbeitet. 80 000 Euro kostet das fachgerechte Aufbereiten der historischen Kunstgegenstände. Eine wichtige Aufgabe. „Wir erhalten Kulturgut der Stadt“, sagt Pfarrer Martin Limberg. Dazu gehört die Amanduskirche, denn sie hat die Stadtgeschichte von der Gründung im Jahr 1147 an geprägt.
Am 27. Oktober sollen die Arbeiten in der Kirche abgeschlossen sein, aber rund um den Kirchplatz geht’s weiter. Schon Ende dieses Jahres soll der Spatenstich fürs neue Pfarrheim erfolgen. Gebaut wird auf dem Gelände rechts neben der Pfarrkirche, das zurzeit noch als Parkplatz genutzt wird. Pläne dafür gab’s schon vor der Gemeindefusion im November 2010. Die sind jetzt den neuen Anforderungen angepasst worden. Da die Angebote für Jugendliche zur Josefkirche ausgelagert werden, gibt’s in St. Amandus mehr Platz für andere Gruppen – für den Erwachsenen- und den Bildungsbereich. Auch der Pfarrsaal wird jetzt größer. Bis zu 300 Menschen werden dort Platz finden. Dazu gibt’s zehn Gruppenräume. 1,5 Millionen Euro hat das Bistum Münster für den Neubau bewilligt, der Anfang 2014 bezugsfertig sein soll.
Zwei Bauprojekte von vielen, die zurzeit parallel laufen. In den Gemeinde-Kindergärten steht der Ausbau der U-3-Plätze an. Die Antoniuskirche wird am 27. Oktober profaniert. Dort entsteht ein Kolumbarium. Viel Arbeit für Ludwig Köster und seine Helfer – und das alles ehrenamtlich. „Ohne diesen Einsatz könnten wir das nicht stemmen“, sagt Martin Limberg.
Bildzeile: Feuchte Mauern, Risse in
den Wänden: Ludwig Köster vom Kirchenvorstand (li.) und Pfarrer Martin Limberg wissen, was in der Amanduskirche zu renovieren und zu restaurieren ist. —Foto: kalthoff

Text und Foto: Dattelner Morgenpost

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