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"Alles wird heller und strahlender“

Datteln. (mb) In acht Wochen sollen die Bauarbeiten in der Amanduskirche fertig sein. Noch zeigt sich der Kircheninnenraum den Besuchern ganz eingerüstet. Architekt Franz-Jörg Feja und Pfarrer Martin Limberg gaben jetzt Auskünfte über den Stand der Renovierungsarbeiten.
Seit Juni wird in der Pfarrkirche fleißig renoviert, bis zum Patronatsfest am 27. Oktober soll alles fertig sein. Mehr als 60 interessierte Gemeindemitglieder erscheinen zur Baustellenführung. Die Kirche zeigt sich von innen dick verpackt, mit hohen Gerüsten versehen. Farbeimer um Farbeimer reiht sich aneinander, es bedarf noch ganz viel Phantasie, um sich alles fertig vorzustellen. Martin Limberg und Franz-Jörg Feja erzählen voller Vorfreude von den geplanten baulichen Veränderungen. „Eigentlich hatten wir nur an einen Anstrich gedacht, jetzt befinden wir uns in einem Großprojekt.“
1984 fand die letzte Renovierung statt, nach fast 30 Jahren gibt es wieder einiges zu tun. Limberg und Feja machen jedoch deutlich, dass sie an keine Radikalveränderungen denken. „Wir schaffen viele kleine Dinge mit großer Wirkung.“ Die Kirchenbänke sind in der Umbauphase verschwunden. Sie werden neue anthrazitfarbene Sitzpolster erhalten, weg von dem dunklen Bordeaux. Überhaupt stehen warme und elegante Farbkonzepte im Vordergrund: Die türkisblaue Decke wird hell übergestrichen. Ein enttäuschtes „Oh“ geht durch die Besucherreihen. Limberg tröstet: „Die Farbe war ein Modetrend aus den 80ern, ich verspreche Ihnen, alles wird heller und strahlender.“
Das große Amanduskreuz, das bisher über dem Altar schwebte, wird nach den Grundrenovierungen auf einer Stele, einer vier Meter hohen Scheibe, befestigt. Links und rechts umringt von den zehn vorhandenen Apostelfiguren, ebenfalls auf Stelen. Das findet wiederum den Beifall aller. Zwei Vitrinentische mit Motivgaben (Dankesgaben für Gebetserhörungen) erhalten einen Platz im Altarbereich. Die Sandsteinstufen werden gesäubert, sie weisen jetzt Kerzenwachs und Wasserflecken auf. Die Osttür der Kirche erhält eine Rampe und einen elektrischen Türöffner, für mehr Barrierefreiheit. Die Beichtstühle in ihrer jetzigen Form wird es so nicht mehr geben. Zwei Beichträume für anonyme und offene Gespräche sind geplant.
Alles klingt gut durchdacht, aber wie in vielen Bereichen sind die Finanzen ein Problem. Das löst Martin Limberg mit seinem jungenhaften Charme. Er hat ein schwarzes Schaf mitgebracht, das sich als ein Spendensparschaf herausstellt. Und die Gemeindemitglieder spenden gerne für ihre Kirche, die in neuem Glanz erstrahlen soll.

Bildzeile:

Interessiert folgten die Besucher den Ausführungen, die Architekt Franz-Jörg Feja (li.) und Martin Limberg über den Umbau der Amanduskirche gaben.
Foto: bialas

Dattelner Morgenpost 29.08.2012

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